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Fachkräfte gesucht
Berufe mit Potenzial
Sprungbrett Mathematik
Weiterbildung

Technische Berufe: Industriemechaniker(in)/Mechatroniker(in)

Eine gute Anlage

Mechatroniker

BMBF

Technische Berufe halten Maschinen und Fließbänder am Laufen.

Geräte und Maschinen prägen unseren Alltag. Doch ihre Technik ist oft hochkomplex – und es steckt viel Mathematik drin. Es müssen Baupläne für Fabrikmaschinen gezeichnet oder Produktionsanlagen bedient und repariert werden. Ohne technische Zeichner, Maschinen- und Anlagenführer, Mechaniker und Mechatroniker stünden in unzähligen Betrieben und Fabriken die Bänder still.
Kurz: Technische Berufe sind in unserer modernen Wirtschaft unverzichtbar.

„Maschinen marsch!“
Eine zentrale Stellung in der Fertigung nimmt der Industriemechaniker ein. Er betreut Maschinen und Geräte und sorgt so dafür, dass in der Produktion alles rund läuft. Als Grundlage für seine Tätigkeit dienen ihm die Baupläne der Maschinen – zu deren Interpretation er solide Geometriekenntnisse benötigt. Winkelfunktionen und der Satz des Pythagoras gehören ebenfalls zum nötigen Wissen. Natürlich sollte der Industriemechaniker auch alle vier Grundrechenarten gut beherrschen. Fallen Wartungs- oder Reparaturarbeiten an, muss er kalkulieren, wie viel Geld und Zeit er für seine Arbeit braucht.

Einer für alle
Industriemechaniker sind in Unternehmen nahezu aller Branchen tätig. Der Querschnittsberuf bietet viele Jobmöglichkeiten und ist mit über 50.000 Auszubildenden der größte gewerblich-technische Beruf. Weiterbildungen, etwa zum Industriemeister Metall, eröffnen vielseitige Karrierewege.

[> Technikgesicht Daniel Kammerer ]

Lebensmittelberufe: Fleischer(in)

Ran an den Speck

Ob Bäcker, Fleischer oder Koch – Mathematik in Lebensmittelberufen bedeutet mehr als das Abwiegen von Zutaten.

Zahlreiche Experten kümmern sich um unsere täglichen Lebensmittel. Bäcker stellen Brot her, Konditoren versüßen uns den Alltag, Köche in Restaurants oder Großküchen sorgen für das leibliche Wohl. Auch Speiseeishersteller und Fachkräfte für Lebensmitteltechnik gehören zu dieser Berufsgruppe, ebenso wie der Fleischer.

Fleischer – Fachleute für Ernährung
Der Fleischer von heute ist Produzent, Ernährungsberater und Verkäufer zugleich. Außerdem gibt er Tipps für die Zubereitung von Speisen und organisiert nebenbei noch das Catering für seinen Partyservice. Ohne Mathematik wäre dieser Beruf undenkbar. Schließlich muss der Fleischer tagtäglich die Anteile der einzelnen Zutaten für Wurstsorten, Salate und warme Speisen aus seinem Sortiment berechnen und die Gewichte für die Wurstherstellung bestimmen. Auch die Kalkulation der Preise gehört zum Alltag. Gute Kenntnisse in den Grundrechenarten sowie in Prozent- und Dreisatzrechnung sind dafür unverzichtbar.

Beruf mit Weiterbildungspotenzial

Im Jahr 2007 wurden rund 8.000 junge Menschen zum Fleischer ausgebildet. Neben der Selbstständigkeit in Form eines Meisterbriefs und der eigenen Metzgerei bietet der Beruf zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten. So kann sich jeder Interessierte zum Verkaufsleiter, Betriebswirt, Fleischereitechniker oder Lebensmitteltechnologen qualifizieren.

Laborberufe: Chemikant(in)/Chemielaborant(in)

Mehr als Knall und Rauch

Chemielaborantin

BMBF

Bei Laborberufen geht es vor allem um Sicherheit und Zuverlässigkeit – und um die richtige (Mathe-)Formel.

Labore sind moderne, hochtechnisierte Arbeitsplätze, an denen Sicherheit und Zuverlässigkeit absolute Priorität haben. Knall und Rauch sind hier selten zu Gast – dafür passieren jede Menge andere Dinge. So entstehen in chemischen Laboren zahlreiche Gebrauchsgegenstände, vom Handy bis zur Frischhaltefolie. Lacklaboranten helfen dabei, neue Farben und Lacke zu entwickeln. Pharmakanten hingegen arbeiten an den Arzneimitteln der Zukunft.

Chemikanten – die Chemie stimmt
Besonders in der chemischen Industrie, bei Mineralölgesellschaften oder in der Ernährungsindustrie arbeiten Chemikanten. Sie überwachen mit viel Geduld Produktionsprozesse. Chemikanten sollten neben Chemie und Physik natürlich auch in Mathematik beschlagen sein. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört es, immer wieder Einheiten für verschiedene Stoffe umzurechnen – vom Atomgewicht bis hin zu Tonnenangaben. Sie arbeiten auch mit Integral- und Differenzialrechnung und werten mithilfe der Geometrie Messreihen aus. Angehende Auszubildende sollten Interesse für präzise Berechnungen, Formeln und Tabellen mitbringen.

Sehr gute Aussichten
Die Nachfrage nach chemischen Produkten ist weiterhin ungebrochen, die Chancen auf eine langfristige Anstellung sind entsprechend gut. 2006 waren 6.000 Chemikanten in der Ausbildung. Die guten Aussichten in den Laborberufen bestätigen auch die Gesamtzahlen bei den Chemielaboranten: Seit 1999 ist die Zahl der beschäftigten Chemielaboranten in Deutschland um fünf Prozent gestiegen.

[> Technikgesicht Antje Steffens ]

Gebäudetechnik: Anlagenmechaniker(in) für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Allzeit betriebsbereit

Anlagenmechaniker

BMBF

Berufe rund um die Gebäudetechnik sind abwechslungsreich – und erfordern mehr Mathe, als man denkt.

Was wäre ein Gebäude ohne Heizung und Wasserleitungen oder Stromkreisläufe? Richtig, es wäre nur ein dunkler, kalter Betonklotz. Damit aber alles verlässlich fließt und strömt, muss die Technik funktionieren. Für die Instandsetzung und -haltung all dieser Systeme und Anlagen arbeiten viele Handwerke Hand in Hand.

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik – die Alleskönner
Anlagenmechaniker in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind die Multitalente unter den Handwerkern. Sie planen und installieren komplexe Anlagen für Gas und Wasser ebenso wie Heiz- und Lüftungssysteme. Mathematische Kenntnisse sind in diesem Beruf gleich aus mehreren Gründen wichtig. Beispielsweise muss der Materialbedarf an Rohren oder Kabeln exakt berechnet werden. Kenntnisse in Geometrie sind für das Erstellen und Lesen technischer Pläne und Zeichnungen wichtig. Auch in der Mess- und Regelungstechnik ist mathematisches Verständnis immer nützlich und gehört zum Berufsalltag.

Für Allrounder und Spezialisten
Pro Jahr gibt es etwa 34.000 Auszubildende in diesem vielfältigen Handwerk. Sie können sich entscheiden, ob sie sich lieber in kleinen Betrieben zu Allroundern entwickeln oder in großen Unternehmen spezialisieren wollen. Schon in der Ausbildung werden viele Zusatzqualifikationen angeboten. Nach der Gesellenprüfung gibt es zudem die Option, sich beispielsweise zum Installateur weiterzubilden.

[> Technikgesicht Christian Häuptle ]
Noch mehr Mathematik in Ausbildungsberufen auf Seite 3
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