Energie in Zahlen
Auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie findet sich eine Sammlung von Statistiken rund um das Thema Energie, die als Exceltabellen heruntergeladen werden können.
Die Verfügbarkeit der Daten in dieser Form bietet eine gute Gelegenheit, die Schüler mit der Visualisierung der Daten in Form von Diagrammen experimentieren zu lassen und ihnen dabei die Vor- und Nachteile der verschiedenen Diagrammtypen und den Einfluss der Konfiguration auf die Aussage des Diagramms nahezubringen und andere Tipps im Umgang mit (in diesem Fall zwar vielen, aber recht kleinen) Datentabellen zu geben.
Hier sollen ein paar Beispiel-Graphen gezeigt werden, die mit der kostenlosen Microsoft-Office-Alternative OpenOffice erstellt wurden.
Sehr einfach ist die Umsetzung dieses Datensatzes, da er aus einer einzigen Datenreihe besteht. Wenn man es komplizierter machen will, kann man zusätzlich noch die gelieferte Energie darstellen (Vorsicht! Man vergleicht dann zwei unterschiedliche Größen, muss also zwei y-Achsen verwenden) und so prüfen, ob diese tatsächlich direkt mit der installierten Leistung zusammenhängt.
Ähnlich einfach ist dieser Graph, der zwei Datenreihen darstellt und zeigt, wie massiv im Kohlebergbau Arbeitsplätze verloren gingen:
Komplizierter wird es, wenn eine größere Menge Daten verglichen werden sollen, zum Beispiel der Anteil verschiedener Energieträger am Endenergieverbrauch. Für ein einzelnes Jahr bietet sich ein Kuchendiagramm an:

2) Flüssiggas, Raffineriegas, Kokereigas, Gichtgas und Naturgase
3) Brennholz, Brenntorf, Klärschlamm und Müll
Quelle
In diesem fehlt jedoch die zeitliche Komponente. Stattdessen kann man auch ein Ringdiagramm verwenden, was letztlich aus konzentrischen Kuchendiagrammen besteht. Von außen nach innen ergibt sich so die jahresweise Entwicklung von 1990 bis 2008. So sieht man zum Beispiel sehr deutlich den Rückgang des Braunkohleanteils:

Das Ringdiagramm hat jedoch einige Nachteile:Mit abnehmender Ringdicke wird es immer unübersichtlicher.Da der Umfang der Ringe sich verändert und sich die einzelnen Abschnitte über die Jahre hinweg verschieben, ist es schwer, die Entwicklung der Anteile abzulesen.Sowohl Torten- als auch Ringdiagramm stellen Anteile dar, keine Absolutbeiträge. Ohne weiteren Informationen kann man also nur sagen, ob der Anteil zu- oder abnimmt, nicht wie sich der Absolutbeitrag ändert.Eine Alternative zum Ringdiagramm, die diese Probleme nicht hat, ist das gestapelte Säulendiagramm:

Es hat gegenüber einer Darstellung der Säulen nebeneinander den Vorteil, dass sich auch die Entwicklung der Summe einfach ablesen lässt.
Zum Abschluss wieder ein einfacher darzustellender, aber nicht minder interessanter Datensatz. Auch hier stehen Informationen zur zeitlichen Entwicklung bereit, auf die Darstellung sei aber im Rahmen dieses Textes verzichtet.

