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Die Geschichte der Astronomie – Eine Geschichte der Revolutionen

“Die Geschichte der Astronomie ist die Geschichte von sich weitenden Horizonten.”
- Edwin Hubble -

Stonehenge

Jens Kühnemund / PIXELIO

Die Astronomie ist wohl die älteste aller Wissenschaften. Schon sehr früh in der Geschichte der Menschheit beschäftigte man sich mit den Bewegungen von Sonne und Mond oder mit dem Stand von Sternen. Schon vor 5000 Jahren haute man in China die erste Sternkarte in Stein und bei den Mayas zeichnete man die Beobachtung einer totalen Mondfinsternis auf. Die Ägypter führten das Sonnenjahr mit seinen 365 Tagen ein. Winter- und Sommersonnenwende waren im frühen Europa wichtige Ereignisse, davon zeugen die riesigen Steinbauten, von denen Stonehenge im südlichen England wohl am berühmtesten ist.

Die ersten nicht-mythischen Weltmodelle entstanden im alten Griechenland. Aristoteles postulierte ca. 360 Jahre v. Chr. ein geozentrisches Modell des Universums. Alles sollte sich also um die Erde drehen. Was die wenigsten wissen: Etwa 100 Jahre später war ein Mann namens Aristarch von Samos ganz anderer Meinung. Er entwarf ein erstes heliozentrisches Weltbild, was unserer modernen Auffassung gar nicht so unähnlich ist. Leider ging seine Lehre für's erste unter. Denn die 150 n. Chr. von Claudius Ptolomäus veröffentlichte “Almagest” sollte für die nächsten 1000 Jahre das Standardwerk für die Bewegungen am gestirnten Himmel werden. Darin war die Rede von Kugelschalen, die um die Erde herum angeordnet waren und von sogenannten Epizyklen, sehr komplizierten Bahnen der Planeten. Aber nur so konnte er die tatsächliche Bewegung am Himmel auch beschreiben.
Weil gerade von Planeten die Rede war: Im damaligen Griechenland waren sie als “Wandelsterne” bekannt, weil sie sich vor dem Fixsternenhimmel bewegten. Damit waren sie etwas besonderes und wurden prompt nach Göttern benannt. Das hat sich auch bis heute durchgesetzt, nur dass wir heute die römischen Bezeichnungen der Götter benutzen. Man kannte damals übrigens viele “Wandelsterne”: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, aber auch Sonne und Mond gehörten dazu, sowie Kometen, die man beobachtete.
Bevor es weiter in die Zukunft geht, seien noch einige wichtige Entdeckungen der Griechen erwähnt. Eratosthenes ermittelte zum Beispiel 240 v. Chr. zum ersten Mal den Erdumfang und lag dabei gar nicht so schlecht (ca. 39400km). Und dann war da noch Hipparch. Er entdeckte nicht nur die Präzession der Erde, sondern von ihm stammt auch die Skala für die Sternhelligkeiten, die wir heute noch benutzen. Wissen, das über 2000 Jahre aktuell geblieben ist. Das ist doch mal eine Leistung.

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