Technologieregion

Die IHK-Region Ulm ist die wachstumsstärkste Region Deutschlands. Im Zeitraum von 1996 bis 2005 wuchs die regionale Wirtschaft um mehr als 34 Prozent und damit so stark wie keine andere der 80 IHK-Regionen in Deutschland.
Aufgrund des engen Zusammenhangs von Arbeitsmarkt und Konjunktur ist auch für die Jahre 2006 und 2007 davon auszugehen, dass die IHK-Region Ulm zu den wachstumsstärksten in Deutschland gehört hat. Denn die Zahl der Arbeitslosen hat sich zwischen 2005 und 2007 um gut 42 Prozent reduziert und damit am stärksten im deutschlandweiten Regionsvergleich. In der Folge hat sich die IHK-Region Ulm zu der Region mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in Deutschland entwickelt. Im Jahresdurchschnitt 2007 belief sich die Quote lediglich noch auf 3,9 Prozent.
Gestützt wird die Wirtschaftsentwicklung durch den höchsten Anstieg der Arbeitsproduktivität unter allen westdeutschen IHK-Regionen (Zeitraum 1996 bis 2005) und eine europaweite Spitzenpositionierung bei der Innovationsfähigkeit (Jahr 2006). Darüber hinaus hat eine IHK-Standortumfrage aus dem vergangenen Jahr gezeigt, dass in der Unternehmerschaft große Zufriedenheit mit den regionalen Standortbedingungen herrscht.
Die Wirtschaftsentwicklung kommt zudem bei den Menschen an. Denn auch beim verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte steht die IHK-Region Ulm mit einem Anstieg von gut 31 Prozent bundesweit auf Platz drei. Zusammen mit dem zweithöchsten Beschäftigungsaufbau aller IHK-Regionen (Zuwachs um gut 9 Prozent im Zeitraum von 1996 bis 2007) spricht dies dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung in der IHK-Region Ulm einem großen Bevölkerungsspektrum zugute kommt.
Hierzu passt auch gut ins Bild, dass eine Studie der Deutschen Bank die IHK-Region Ulm zur Wohlfühlregion Nr. 1 in Deutschland gekürt hat. Auch die deutlichen Wanderungsgewinne der letzten Jahre sprechen eine eindeutige Sprache. Letzteres ist zudem eine wesentliche Ursache für eine weitere Spitzenpositionierung der IHK-Region Ulm: Sie weist das niedrigste Durchschnittsalter unter allen Regionen in Baden-Württemberg auf – dem jüngsten Bundesland in Deutschland.
Haus der kleinen Forscher
Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine bundesweite und auf Dauer angelegte Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Siemens Stiftung, der Dietmar Hopp Stiftung und von McKinsey & Company. Gefördert wird das Projekt vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung. Schirmherrin der Initiative ist die Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan.
Ziel des „Haus der kleinen Forscher“ ist es, Mädchen und Jungen in Vorschuleinrichtungen den Zugang zu Naturwissenschaften und Technik spielerisch zu eröffnen und ihre Neugierde zu erhalten und nachhaltig zu sichern. Dabei werden auch sprachliche und motorische Fähigkeiten sowie die Lern- und Sozialkompetenz der Kinder gestärkt.
Die IHK Ulm ist seit April 2008 regionaler Netzwerkpartner dieser Initiative. Die Zusammenarbeit mit dem „Haus der kleinen Forscher“ ist ein erster wesentlicher Baustein des Projektes „Faszination Technik“.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Entscheidung für oder gegen Naturwissenschaft und Technik früher fällt als die konkrete Berufswahl und auch emotional beeinflusst ist. Gerade in den ersten sechs Lebensjahren lernen die Kinder überproportional schnell und intensiv.
Für die IHK Ulm ist deshalb die Kooperation mit dem „Haus der kleinen Forscher“ im Vorschulbereich von besonderer Bedeutung. Mit dieser Fokussierung auf die Kindergärten in der Region möchte die IHK Ulm frühzeitig die Weichen für Innovation und Zukunftssicherung stellen. Mit dem Netzwerk unterstützt die IHK Ulm Kindergärten in der Region, 3 bis 6-jährige Mädchen und Jungen für Naturwissenschaften und Technik sowie für das Experimentieren und Forschen zu begeistern. Die IHK Ulm bietet Erzieherinnen und Erziehern kostenfreie Workshops zu verschiedenen Themenbereiche wie „Wasser“, „Luft“ oder „Sprudelgase“ an. Hierfür wurden 30 Trainerinnen und Trainer ausgebildet.
Technik und Naturwissenschaft für Gymnasien
Das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) als Kernfach des naturwissenschaftlichen Profils ist in Baden-Württemberg seit dem Schuljahr 2007/2008 landesweit flächendeckend eingeführt. Dieses neue Fach ist sehr im Interesse der Wirtschaft, weil bei Ingenieuren und naturwissenschaftlichen Berufen nach allen Untersuchungen ein Fachkräftemangel droht.
Gleichzeitig ist der Prozentsatz der Studienabbrecher nirgendwo so hoch wie in den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Bis zum Jahre 2020 hat allein die IHK-Region Ulm einen Bedarf von 7500 Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern. Um diese Nachfrage zu befriedigen, muss auch die Wirtschaft selbst aktiv werden. Die IHK Ulm hat deshalb für ihr Projekt „Faszination Technik“ eine Million Euro aus ihrem Bildungsfond bereitgestellt. Ein Teil dieser Summe soll in Bemühungen zur Verbesserung der naturwissenschaftlich-technischen Bildung von Schülerinnen und Schülern fließen.
Die IHK Ulm unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer der Gymnasien in der Region bei Unterrichtsarbeit im Fach Naturwissenschaft und Technik, in dem maßgeschneiderte, betriebsbezogene Lehrerfortbildungen angeboten werden.
Forschungscamp Ulm 2009
In Zusammenarbeit mit der Redaktion des Magazins „Bild der Wissenschaft“ (Konradin-Verlag) und der Landesstiftung Baden-Württemberg lobt die IHK Ulm das „Forschungscamp Ulm 2009“ aus. Schüler im Alter von 14 – 18 Jahren können daran teilnehmen. Wer ausgewählt wird, ist eingeladen eine Woche lang in den Laboren der Universität Ulm und von angeschlossenen Instituten oder in Forschungsabteilungen von Unternehmen selbst Hand anzulegen und selbst zu forschen. Ausgelobt wird das Forschungscamp in der Januarausgabe von „Bild der Wissenschaft“.


